Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: August 2026

1. Geltungsbereich; nur Unternehmer

1.1 Diese AGB gelten für die Nutzung der Software „Horella" (SaaS) der Mathonyx GmbH („Anbieter").

1.2 Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen; mit der Registrierung bestätigt der Kunde, als Unternehmer zu handeln.

2. Leistungsgegenstand

2.1 Horella stellt Funktionen zur Dienstplanung, Arbeitszeiterfassung, Abwesenheitsverwaltung und Auswertung als Cloud-Dienst bereit. Der jeweils aktuelle Funktionsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf horella.com.

2.2 Der Anbieter darf den Funktionsumfang weiterentwickeln und ändern, soweit der Vertragszweck gewahrt bleibt.

3. Entgelt und Abrechnung

3.1 Die Nutzung ist unentgeltlich, solange im Betrieb des Kunden nicht mehr als 5 Mitarbeiter angelegt und nicht archiviert sind — dauerhaft und mit vollem Funktionsumfang.

3.2 Ab dem Kalendermonat, in dem im Betrieb 6 oder mehr Mitarbeiter angelegt und nicht archiviert sind, fällt ein monatliches Entgelt von 4,90 € pro angelegtem, nicht archiviertem Mitarbeiter an. Gezählt werden alle Mitarbeiter, nicht nur die über der Grenze.

3.3 Ist die Entgeltpflicht nach Ziff. 3.2 einmal eingetreten, beträgt das monatliche Entgelt für alle folgenden Monate mindestens 29,40 € (Mindestumfang von 6 Mitarbeitern), auch wenn die Zahl der angelegten, nicht archivierten Mitarbeiter später unter 6 liegt.

3.4 Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer.

3.5 Abrechnung und Zahlung erfolgen monatlich über den Zahlungsdienstleister Stripe.

4. Keine Rechts- oder Steuerberatung; Verantwortung für Konfiguration

4.1 Horella stellt Werkzeuge und konfigurierbare Voreinstellungen bereit (z. B. zu Arbeitszeitregeln, Pausen, Zuschlägen, Urlaub). Der Anbieter erbringt keine Rechts- oder Steuerberatung.

4.2 Die Prüfung und rechtskonforme Konfiguration der betriebsindividuellen Einstellungen sowie die Einhaltung arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Pflichten obliegen ausschließlich dem Kunden. Warnhinweise der Software sind Unterstützungsfunktionen und ersetzen keine eigene Prüfung.

5. Pflichten des Kunden

Zugangsdaten geheim halten; nur eigene, rechtmäßig erhobene Daten einpflegen; Beschäftigte gemäß den datenschutzrechtlichen Anforderungen informieren; keine missbräuchliche Nutzung (Überlastung, Sicherheitstests ohne Zustimmung, rechtswidrige Inhalte).

6. Datenschutz / Auftragsverarbeitung

Die Verarbeitung von Mitarbeiterdaten erfolgt im Auftrag des Kunden auf Grundlage des AVV nach Art. 28 DSGVO (Bestandteil des Vertrags, abrufbar unter /avv).

7. Verfügbarkeit

7.1 Für die entgeltliche Nutzung gilt eine Zielverfügbarkeit von 99,5 % im Monatsmittel, geplante Wartung ausgenommen. Für die unentgeltliche Nutzung (Ziff. 3.1) wird keine bestimmte Verfügbarkeit geschuldet.

7.2 Wartungsfenster werden nach Möglichkeit angekündigt und außerhalb üblicher Geschäftszeiten gelegt.

8. Haftung

8.1 Unbeschränkt haftet der Anbieter bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper, Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

8.2 Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Für die unentgeltliche Nutzung (Ziff. 3.1) gilt ergänzend die Haftungsmilderung entsprechend §§ 521, 599 BGB.

8.3 Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur insoweit, als der Schaden auch bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre; die Sicherung exportierbarer Daten in eigenen Systemen obliegt dem Kunden.

9. Laufzeit & Kündigung

9.1 Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit; der Kunde kann jederzeit zum Monatsende kündigen, der Anbieter mit einer Frist von 60 Tagen.

9.2 Nach Vertragsende stellt der Anbieter die Daten 30 Tage zum Export bereit; danach werden sie gemäß AVV gelöscht.

10. Änderungen der AGB

Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Wirksamwerden in Textform angekündigt; widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten sie als angenommen. Auf das Widerspruchsrecht und die Folgen wird in der Ankündigung hingewiesen.

11. Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist, soweit zulässig, der Sitz des Anbieters. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.